Guerilla Knitting – die gestrickte Streetart

 

(Infos zu den Bildern findet ihr am Ende des Beitrags)

In vielen Städten ist Guerilla Knitting (oder auch Urban Knitting und Yarn Bombing genannt) schon ein fester Bestandteil des Stadtbild’s und verziert Parkbänke,  Bäume oder wie auf dem Bild oben, Straßenschilder. Eigentlich langweilige, fade Gegenstände des öffentlichen Raums werden dabei mit Wolle verschönert und so zu echten Eyecatchern.
Doch was hat es mit der flauschigen Straßenkunst überhaupt auf sich? Wer hat es erfunden und ist das überhaupt erlaubt?

Das alles werde ich euch in diesem Blog-Post erklären.

• Was ist das?

Guerilla Knitting (zusammengesetzt aus guerrilla – von span. guerrilla für „kleiner Krieg“ und engl. Knitting für ,,Stricken“) auch Urban Knitting und Radical Stitching, Yarnbombing oder gestricktesGraffito (Knitted graffiti), ist eine Form der Streetart, bei der Gegenstände im öffentlichen Raum durch Stricken verändert werden. Dies kann vom Anbringen von gestrickten Accessoires bis zum Einstricken ganzer Stadtmöbel reichen. Die Knittings können lediglich der Verschönerung dienen oder auch eine symbolische Bedeutung haben, zum Beispiel feministische Aussagen.

• Wer hat’s erfunden?

Die erste Vereinigung von Guerilla-Strickern nennt sich Knitta Please. Sie nahm ihren Anfang 2005 in Houston (Texas) und wurde von Magda Sayeg gegründet. Was mit bestrickten Türklinken begann, zog einen regelrechten Hype nach sich. Das gestrickte Graffito ist heute überwiegend in Amerika, England und Spanien bekannt.

In Frankfurt am Main zum Beispiel, traten die ersten Guerilla-Strickarbeiten im Jahre 2010 in Erscheinung, in Bochum im Jahre 2011. Im Klausenerplatz-Kiez in Berlin-Charlottenburg fand man im Sommer 2010 die ersten Knittings. In München verteilen seit Anfang 2011 zwei Studentinnen Guerilla-Strickarbeiten in der Stadt und sehen dies als „sehr weibliche Form der Streetart“.

• Ist Guerilla Knitting überhaupt erlaubt?

Generell könnte man sagen, dass das Einstricken von Gegenständen im öffentlichen Raum eine Art von Sachbeschädigung darstellt. Da gestrickte Straßenkunst im Vergleich zu gespraytem Graffiti aber jederzeit wieder abnehmbar ist und das Erscheinungsbild einer Stadt nur vorübergehend verändert, bewegt man sich in einer Grauzone. Schließlich wird genau genommen kein fremdes Eigentum beschädigt, sondern lediglich überdeckt. Wer auf Nummer sicher gehen will, fragt am besten bei der Stadtverwaltung nach, ob er seine Kunstwerke anbringen darf. Für alle anderen bleibt etwas Nervenkitzel und eine Nacht- und Nebelaktion und schließlich die Gefahr, dass die Strickwerke früher oder später wieder entfernt werden.

(Quelle: wikipedia)

Habt ihr auch schon mal sowas gemacht oder gesehen?
Wenn ja, dann zeigt es mir auf meiner  Facebook Seite oder unter #yarnbombsfürglitzerglanz auf Instagram

Ich Freue mich auf eure Bilder und das beste wird mit einem Preis belohnt.

xo Jenny


Bild 1: umstrickte Straßenschilder in Oppenheim

Bild 2: Diese wunderbar umstrickte Bank findet man in der Oppenheimer Altstadt vor dem Lädchen „Wollsinn“  Photo credit

Bild 3: Kreative Spinnweben zwischen zwei Bäumen. Quelle

Bild 4: Monstermäßige Parkbänke Quelle

Bild 5: Dieser Baum wird im Winter bestimmt nicht frieren… Quelle

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